Leitfaden Katholisch

Wirksame Zeichen dafür, dass Gott das Heil der Menschen will – das ist eine sehr kurze Formel für das, was “Sakramente” im Leben der Kirche und der einzelnen Menschen sind.
Sakramente verbinden den Menschen intensiv mit Gott; sie antworten jeweils auf Fragen des Lebens in seinen verschiedenen Phasen.

Die wichtigsten Informationen und Ansprechpartner zu Sakramenten und kirchlichen Ereignissen/Abläufen.

Taufe

Sie wollen Ihr Kind taufen lassen?

Dann sind Sie in unserer Pfarrgemeinde herzlich willkommen! Kommen Sie einfach in das Pfarrbüro zur Anmeldung. Neu ist ab 1. April, dass es feste Termine für die Taufen in unseren Gemeinden gibt. Ein Grund ist der erfreuliche Anlass, dass wir die letzten Jahre in den beiden Pfarrverbänden, für die wir Seelsorger/innen zuständig sind, um die 150 Taufen jährlich hatten. Ein zweiter Grund ist, dass die Taufe die Aufnahme in die Gemeinschaft der Glaubenden bedeutet. Damit dies besser zum Ausdruck kommt, werden also nun bis zu drei Familien zu einer Taufe zusammen kommen. Gerne taufen wir ihr Kind auch im Sonntagsgottesdienst.

Bestimmt haben Sie so manche Fragen. Unsere Sekretärinnen, aber auch die Seelsorger/innen geben Ihnen gerne Auskunft. Bei der Anmeldung erhalten Sie auch weitere Informationen und wertvolle Schriften zur Vorbereitung auf die Taufe.

Die Tauftermine für die nächsten Monate sind:

Kommunion

ist die sakramentale Antwort auf die Fragen: Wonach hungere und dürste ich? Was macht mich satt? In der Feier der Eucharistie ist Jesus Christus in seinem Wort und unter Zeichen von Brot und Wein gegenwärtig und gibt sich seinen Schwestern und Brüdern als Nahrung.

Die Erstkommunion ist die Aufnahme in die Mahlgemeinschaft der Glaubenden in der Kirche. Bei der feierlichen Kommunion bekunden die Kinder ihren Glauben vor der Gemeinde und empfangen (zum ersten Mal) den Leib des Herrn.

Zur Erstkommunion sind in der Regel Kinder, die die 3. Klasse einer Grundschule oder einer anderen Schule besuchen, eingeladen.

Die Eltern werden von uns informiert. Bitte fragen sie auch im Pfarrbüro nach, wenn sie bis Jahresanfang keine Information erhalten haben.
Die Erstkommunionvorbereitung findet sowohl im schulischen Religionsunterricht, in gemeinsamen Gottesdiensten und Aktionen, als auch in Kleingruppen (Kommuniongruppen) statt. Die Erstkommunion wird jedes Jahr an einem Sonntag im April oder Mai gefeiert.

Die Erstkommuniontermine für den Pfarrverband Bad Endorf:

  • Sonntag, 5. Juli 2020 um 14:00 in der Kuratie Stephanskirchen
  • Sonntag, 12. Juli 2020 um 14:15 in der Kuratie Stephanskirchen
  • Sonntag, 19. Juli 2020 um 14:00 in Bad Endorf, St. Jakobus d. Ältere
  • Sonntag, 6. September 2020 um 11:30 in Bad Endorf, St. Jakobus d. Ältere
  • Sonntag, 6. September 2020 um 14:00 in Bad Endorf, St. Jakobus d. Ältere
  • Sonntag, 27. September 2020 um 14:00 in Bad Endorf, St. Jakobus d. Ältere

Die Firmung

Firmung 2020

Vorbereitung auf die Firmung wird hiermit zwar kürzer, aber intensiver verlaufen. Als Auftakt für die Firmvorbereitung kommen alle Jugendlichen am 10.1.2020 um 19.00 in Bad Endorf zusammen und feiern miteinander einen JA!-Gottesdienst.
Während der gesamten Phase der Firmvorbereitung werden jugendgemäße Gottesdienste an verschiedenen Orten des Dekanats angeboten. Zum Abschluss sind alle Firmlinge zur Langen Nacht am 24.4.2020 in Prien eingeladen.

Es finden im Dekanat drei Firmgottesdienste statt. Firmspender wird immer Weihbischof W. Bischof sein. Der Firmort bezieht sich nicht auf die Pfarreizugehörigkeit der Jugendlichen, sondern auf das Modul, an dem sie teilgenommen haben.

Die Firmungen werden im Zeitraum vom 13. bis 15. November 2020 statfinden.

Jugendliche, die an keinem der Module teilnehmen, aber trotzdem des Sakrament der Firmung empfangen wollen, sollen sich bitte in ihrem zuständigen Pfarrbüro melden und sich auf www.leb-entschieden.de informieren.

Bis Ende November gibt es noch die Möglichkeit, sich bei leb!kreativ., leb!stark. oder leb!imFlow. anzumelden. Jetzt ist die Zeit für etwas Neues. Nach den ersten Gesprächen mit Jugendlichen und ihren Eltern haben wir viele positive Rückmeldungen und Ermutigung erhalten, was für uns auch sehr wichtig ist. Ob diese neue Form der Firmvorbereitung eine gute Möglichkeit für unsere Jugendlichen ist und ob sie mehr Begeisterung bei den jungen Christen bringt? Das kann ich heute noch nicht sagen. Wir alle brauchen die Erfahrung. Nach der Firmung findet ein Reflexions-Treffen mit dem Weihbischof, dem Dekanats-Team und den ehrenamtlichen Begleitern statt, das uns helfen soll, den neuen Weg weiter zu entwickeln.

Ehe

nennt man die geordnete und geregelte Form des Zusammenlebens von Mann und Frau. Für Christen ist die lebenslange Treue zu einem Partner und die einer einzigen Person exklusiv zugewandte personale Liebe Bild und Gleichnis der Liebe Gottes zum Menschen und der innigen Verbindung Jesu zu seiner Kirche. Darum nennt die Kirche die Ehe ein “Sakrament”:
Christen vertrauen darauf, dass trotz aller Belastungen und Schwierigkeiten, eine lebenslange Treue und “ewige Liebe” mit Gottes Hilfe möglich sind.

Für eine Trauung melden sie sich bitte frühzeitig im Pfarramt.
Für ein Trauungsgespräch beim Pfarrer sind mitzubringen: Ein Taufschein neueren Datums , falls man nicht in der Pfarrei getauft ist und der Ziviltrauschein, wenn die standesamtliche Eheschließung schon war.

Spezielle Vorbereitungstage werden für Brautpaare angeboten. Eine Broschüre mit allen Terminen liegt am Schriftenstand in der Pfarrkirche auf.

 

Krankensalbung

Die Krankensalbung ist ein Kranken- und Heilsakrament und nicht wie häufig vermutet ein “Sterbesakrament”, nicht das “Sakrament der Letzten Ölung”, wie man die Krankensalbung in der Vergangenheit volkstümlich genannt hat. Es will heilen und stärken.

Es ist leicht nachvollziehbar, dass eine geistliche innere Erneuerung (zum Ritus der Krankensalbung gehört auch die Vergebung von Schuld) und eine aus Gottvertrauen erwachsende innere Ruhe und Gelassenheit sich auch auf das Gesamtbefinden positiv auswirkt. Viele erleben die mit der Krankensalbung verbundenen, sinnlich erfahrenen Riten (Sündenvergebung, Lossprechung, Segen, das Salben der Hände und Füße, das gemeinsame Gebet) als “spürbare Hilfe” gerade dann, wenn durch die Schwere der Krankheit die intellektuelle Aufnahmefähigkeit oder auch das Wachbewusstsein stark eingeschränkt sind.
Die Krankensalbung wird gespendet bei schwerer Erkrankung als Hilfe zur Gesundung- oder aber zur inneren Stärkung, für den Fall, dass die Krankheit zum Tod führen sollte.

Bitte melden sie sich im Pfarrbüro oder beim Pfarrer.

 

Für Begräbnis

Eine gute Begleitung und Seelsorge beim Tod eines Menschen ist ganz wertvoll und wichtig. Da ist auch angenehm, wenn alles, was organisatorisch zu bewältigen ist, möglichst unkompliziert verlaufen kann. In unseren Pfarrverbänden hat sich bewährt, dass wir seitens des Seelsorgeteams jeweils für einen Monat im Voraus eine sog. „Beerdigungbereitschaft“ vereinbaren, sprich: wer von uns wann eine Beerdigung übernehmen kann. Das ist sowohl für die Pfarrbüros als auch für die Beerdigungsinstitute sehr hilfreich. Und es ermöglicht uns Seelsorger/innen aufgrund der Verfügbarkeit wirklich ganz da zu sein.
Noch eine Information: Das Beerdigungsinstituts Hartl hat uns informiert, dass samstags keine Beerdigungen mehr möglich sind.
Klaus Hofstetter, Pfarrer

Hierzu benötigen wir die “Bescheinigung über Sterbefall für die Bestattung” vom Standesamt.

Für eine christliche Begräbniskultur

Die Verkündigung der christlichen Botschaft von Tod und Auferstehung ist Grundauftrag der Kirche. Dies bringen wir Christen auch dadurch zum Ausdruck, wie wir mit Sterben und Tod und besonders mit den Verstorbenen umgehen.

Die Bestattung unserer Toten ist eines der Werke der Barmherzigkeit: „Alles, was ihr meinen Brüdern und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan“, sagt Jesus (vgl. Matthäusevangelium 25,34-46).

Vom griechischen Staatsmann Perikles (um 490 v. Chr. bis 429 v. Chr.) wird das Wort überliefert: „Ein Volk wird danach beurteilt, wie es seine Toten bestattet“.

Im christlichen Trauern und Abschied nehmen, ja im eigenen Sterben als Christen, können Glaube, Hoffnung und Liebe als Richtschnur unseres Handelns deutlich werden:

  • Der Glaube, der bekennt, dass jeder Mensch Ebenbild Gottes ist und deshalb bis zum letzten Atemzug und darüber hinaus mit Ehrfurcht und Respekt zu behandeln ist.
  • Die Hoffnung, die die Botschaft verkündet, dass Sterben und Tod ein Tor öffnen zu einem verwandelten Leben und deshalb nicht verdrängt oder tabuisiert werden müssen.
  • Und die Liebe, die die Hinterbliebenen in ihrer Trauer und in ihrem Schmerz nicht allein lässt, sondern sie in Wort und Tat begleitet und trägt.

All das soll auch seinen Ausdruck in der Feier der Beerdigung finden. Als Seelsorgerinnen und Seelsorger richten wir darauf besondere Aufmerksamkeit.

Wir möchten darauf hinweisen, dass es wertvoll ist, den Sarg mit dem Leichnam bei der Begräbnismesse in der Kirche aufzustellen. So wird besonders deutlich, dass die gottesdienstliche Gemeinschaft mit dem bzw. der Verstorbenen über den Tod hinaus Bestand hat. Einen entsprechenden Wunsch werden wir gerne ermöglichen, auch wenn es aufgrund bestimmter Gegebenheiten nicht in allen unseren Kirchen möglich ist.

Ich weise auch hin auf drei hilfreiche Handreichungen unserer Diözese, die Sie in unseren Pfarrbüros und Kirchen erhalten: Sterbende begleiten; Christliches Sterben; Bestattung und Erinnerung – Christliche Begräbniskultur.

Weil wir Seelsorger Anteil nehmen und den Gottesdienst und das Begräbnis persönlich gestalten wollen, ist ein Gespräch mit einem Verwandten oder Angehörigen wünschenswert.
In der Regel feiern wir Wortgottesdienst oder eine Hl. Messe, bevor wir zum Friedhof gehen. Gute Anfangszeiten sind dafür 10:00 Uhr und 14:00 Uhr.